In Oberfranken wird die Becherpflanze erstmals großflächig angebaut. Sie wird als alternative Energiepflanze zu Mais erprobt.

Die Landwirtschaftlichen Lehranstalten Bayreuth testen unter Leitung von Dr. Pedro Gerstberger, ob die Becherpflanze als Alternative zum Maisanbau geeignet ist. Die aus Nordamerika stammende Becherpflanze (Silphium perfoliatum) wird auf einer etwa 300 Quadratmeter großen Testfläche der Bayreuther Energie- und Wasserversorgungs-GmbH in einem Wasserschutzgebiet am Saaser Berg angebaut.

Beim Anbau der Becherpflanze muss der Landwirt voraussichtlich wesentlich weniger Aufwand betreiben, so Gerstberger. Die Pflanze bleibe bis zu 15 Jahre auf dem Feld. Nur kurz nach der Pflanzung müsse Unkraut bekämpft werden. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sei geringer als bei Mais.

Die Pflanze wird nach der Ernte zu Silage vergoren. Die Methan-Ausbeute, die Wirtschaftlichkeit und die Umweltverträglichkeit stehen im Mittelpunkt der Forschung. Zusätzlich soll getestet werden, ob eine mechanische Unkrautbeseitigung möglich ist und wie sich Bienen bei der Becherpflanze verhalten. (hed)
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