Befristetes Tiermehlverbot in der EU

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Der EU-Agrarministerrat hat sich am Montag in Brüssel mit qualifizierter Mehrheit für ein befristetes Tiermehlverbot ausgesprochen. Es soll vom 1. Januar 2001 an für ein halbes Jahr gelten. Das Verbot umfasst keine tierischen Fette. Außerdem darf nach der EU-Gesetzgebung Fischmehl weiterhin an Schweine und Geflügel verfüttert werden.
Die EU-Kommission möchte auf Dauer den Einsatz von Fleisch- und Knochenmehlen in der Geflügel- und Schweinehaltung wieder zulassen, da nach wissenschaftlicher Erkenntnis dabei kein BSE-Risiko bestehe. Es solle lediglich eine Pause bei der Verfütterung eingelegt werden. In dieser Zeit sollen Mitgliedstaaten, in denen Tiermehle im Rinderfutter gefunden wurden, das Trennungsproblem in den Griff bekommen. Außerdem gibt es auf europäischer Ebene eine Ausnahme vom Verbot für Gelatine und Dikalziumphosphat.
Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke sprach sich auf dem Ministerrat dagegen für ein dauerhaftes Verbot aus und stimmte ebenso wie sein finnischer Kollege gegen die Verordnung. (Mö)
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