Behörden für Verwaltung von EU-Hilfen einrichten

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Die EU-Hilfen zur Entwicklung des Agrarsektors in den mittel- und osteuropäischen Ländern (MOEL) laufen nur schleppend an. Das sei allerdings kein Alarmzeichen, erklärte in dieser Woche ein Mitarbeiter der EU-Kommission bei der Vorstellung des Jahresberichtes über die SAPARD-Programme. Schließlich müssten die MOEL die Strukturhilfen selbständig verwalten und dazu erst einmal die notwendige Behörde schaffen. Dies sei ein großer und schwieriger Schritt. Aber wenn die SAPARD-Programme erst einmal funktionierten, könnten diese nicht nur Geld für die ländliche Entwicklung übernehmen, sondern auch für die Verwaltung der EU-Agrarmarktordnungen nach einem Beitritt.

Erste Gelder sind nach Bulgarien und Estland geflossen. Litauen und Lettland könnten demnächst hinzukommen und weitere folgen. Bis Ungarn, Rumänien und die Slowakische Republik ihre SAPARD-Agenturen aufgebaut hätten, dauere es allerdings voraussichtlich noch bis Anfang 2002, so der Kommissionsmitarbeiter. Jährlich stellt die EU seit dem vergangenen Jahr 520 Mio. € für die ländliche Entwicklung in den MOEL bereit. Bisher nicht genutzte Mittel können noch bis Ende 2002 verwendet werden und selbst darüber hinaus ist eine Verlängerung noch möglich. Mit den Geldern sollen zum Beispiel Schlachthöfe auf den Stand der heutigen EU 15 gebracht werden. (Mö)
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