Bei BSE-Fall ganze Herde töten


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Im Falle von BSE-Erkrankungen soll weiterhin die ganze Herde notgeschlachtet und verbrannt werden. Darauf verständigten sich der Bund und die Länder am Mittwoch in Bonn. Den Ausschlag für die Entscheidung gab die hoch sensibilisierte Öffentlichkeit, die mehr zu radikalen Lösungen neige. Außerdem würden Nachbarländer, die Rindfleisch aus Deutschland kauften, dies fordern. Die Vorgehensweise der Schweiz wurde auf der Bund-Länder-Krisensitzung dagegen nicht länger diskutiert. In der Schweiz werden nur noch Rinder aus der Herde getötet, die ein Jahr vor und nach dem mit BSE infizierten Tier geboren wurden. Trotz der Entscheidung will Bayern an seinem Sonderweg festhalten und nur einzelne Tiere aus Rinderställen mit BSE-Fall notschlachten. Auch Thüringen und Sachsen zeigten sich offen gegenüber der Gruppenlösung. In diesen beiden Bundesländern gab es allerdings bisher keine BSE-Fälle. (Mö)
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