Bei MKS-Impfung drohen Exportverluste

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Trotz der sprunghaft ansteigenden Fälle der Maul- und Klauenseuche (MKS) lehnt die Kommission eine Impfung der Tiere weiterhin ab. Dies bleibe nur eine Notlösung, für das schlimmste aller Szenarien, berichtete EU-Verbraucherkommissar David Byrne am Montag in Brüssel. Für den asiatischen Stamm der MKS, der sich zurzeit in Großbritannien verbreite, habe die EU etwa 8,5 Mio. Impfdosen vorrätig. Nach dem Impfen könne man nicht mehr unterscheiden, ob die Antikörper der Tiere vom Impfstoff oder durch die Krankheit kämen. Um nicht den Überblick für die Verbreitung der Seuche zu verlieren, dürfte der Impfstoff also nur in garantiert MKS-freien Gebieten als eine Art Feuerwand verwendet werden, forderte Byrne. Japan und andere Drittländer würden sofort Fleischimporte aus der EU stoppen, sobald geimpft würde. Schließlich könne auch der Importeur nicht mehr feststellen, ob es sich um Fleisch von geimpften oder infizierten Tieren handele. (Mö)
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