Gerstensorten

Bei Minderertrag Geld zurück


Die Syngenta Agro GmbH, Maintal, will das Wachstum mit Hybridgerste nach einjähriger Zwangspause fortsetzen. "Wir haben die richtigen Lehren gezogen", beurteilt Marketingleiter Dr. Markus Schneiders die Ausgangslage zur bevorstehenden Herbstaussaat. Im vorigen Jahr war wegen einer verunreinigten Mutterlinie ein Großteil der Saatgutproduktion in Deutschland ausgefallen.

Um Landwirte zu motivieren, im Gerstenanbau auf Hybridsorten umzustellen, kündigte Schneiders am Donnerstag bei einer Syngenta-Veranstaltung in Bad Salzuflen eine Ertragsgarantie an. Sie sollte ursprünglich bereits vor einem Jahr eingeführt werden, war aber dann mangels ausreichender Saatgutmengen hinfällig geworden.

Vorschriften für Bestandesführung

Zur Aussaat 2014 gilt nach Angaben von Marketingleiter Schneiders: Der Ertrag der Hybriden muss im Erntejahr 2015 den der Liniensorten mindestens um 5 dt/ha übersteigen. Anderenfalls erstattet Syngenta 70 €/ha. "Dieser Betrag ist wesentlich höher als die reinen Mehrkosten für das Hybridsaatgut", sagte Schneiders dazu. Allerdings müssen Landwirte einige Auflagen in der Bestandesführung erfüllen wie die Verwendung eines Wachstumsreglers sowie eines Fungizides aus dem Pflanzenschutzprogramm von Syngenta.

Die mit Linien- und Hybridsorten erzielten Erträge ermittelt Syngenta in einem eigenen Testnetz, das zur aktuellen Saison 98 Referenzstandorte umfasst. Für alle Gerstenschläge führen die regionalen Syngenta-Berater Anbautagebücher, die Landwirte im Internet einsehen können.

Schottland hält Guinness-Rekord

Für Spannung sorgt auch ein Standort in der Nähe von Hannover, wo Syngenta auf 8 ha Hybridgerste ausgesät hat. Auf diesem Schlag soll ein neuer Weltrekord aufgestellt werden. Nach einem Bericht von Farmers Weekly liegt die Messlatte im Guinness-Buch der Rekorde bei 122 dt/ha Wintergerste, die ein schottischer Landwirt 1989 gedroschen haben soll. (db)
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