Übernahmepläne

Bei Monsanto kommt es zum Schwur

Die Monsanto-Aktionäre sind am 13. Dezember zu einer außerordentlichen Hauptversammlung geladen. Einziger Tagesordnungspunkt: die geplante Übernahme durch die Bayer AG. Trotz vereinzelten Widerstands von Aktionären gilt eine Zustimmung bei US-Analysten als sicher. Auch der Bayer-Chef gibt sich optimistisch. „Unser Angebot ist attraktiv. Ich erwarte eine stabile Mehrheit dafür“, sagte Baumann im November in einem Interview. Vor einer Woche hatten zudem in den USA zwei unabhängige Beratungsgesellschaften die Annahme des Angebots empfohlen. Sowohl die Firma Institutional Shareholder Services (ISS) als auch Glass Lewis sprachen sich für die Übernahme aus.

Schwieriger könnte es in den kommenden Monaten mit der Genehmigung durch die Kartellaufsicht werden. Denn bei den geplanten Zusammenschlüssen von Wettbewerbern – wie Dow und DuPont sowie die Syngenta-Übernahme durch ChemChina – deuten sich bereits lange Prüfungen an. Bei der US-Behörde ist die Anmeldung erfolgt, nach dem jetzigen Fahrplan soll der Zusammenschluss im 1. Quartal 2017 bei der EU-Kommission angemeldet werden. Mit einem Abschluss der Fusion rechnen Bayer und Monsanto nicht vor Ende 2017. (db)
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