Saaten-Union

Bei Roggen zählt Ertrag


Die Saaten-Union will in diesem Jahr zum eindeutigen Markführer bei Hybridroggen werden. „Wir streben einen Marktanteil von mehr als 50 Prozent an“, erklärte Marcus Iken, Geschäftsführer der Saaten-Union und des Tochterunternehmens Hybro Saatzucht am Donnerstag bei einem Pressegespräch in Bramsche (Niedersachsen). Ein erfolgreiches Absatzgeschäft erhofft sich der Züchterverbund für die neuen Sorten Performer, Forsetti und Cossani, die im vergangenen Jahr bei den Sortenversuchen der Länder an der Spitze standen.

Deutschland und Dänemark bei Hybriden vorn
In Deutschland und Dänemark liegt der Hybridroggen-Anteil nach Schätzungen der Saaten-Union bei rund 70 Prozent, es folgen Frankreich (50 Prozent), Österreich (40 Prozent), Spanien mit 20 bis 30 Prozent und Polen mit 5 bis 10 Prozent.

Vorteile auf leichten Böden

Vor allem auf leichten Böden würden diese Sorten ihre Vorzüge ausspielen, erläuterte der Vertriebsleiter Hybridroggen, Sönke Koop. Steigende Erträge seien nach wie vor das beste Mittel, in der Getreideproduktion die Kosten zu senken. Vor allem bei geringen Preisen zeige sich der relative Vorteil hoher Erträge, erklärte Koop. Als einen Wachstumsmarkt sieht die Saaten-Union Osteuropa. In Polen würden vor allem Großbetriebe zunehmend Hybridroggen wählen, auch in Tschechien und Ungarn gewinne Hybridroggen an Bedeutung. In Westeuropa hat die Saaten-Union Spanien als Zielmarkt erkannt, wo auf 180.000 ha Roggen für die Schweinefütterung angebaut wird. Als schwierig schätzte Koop den russischen und ukrainischen Markt ein, auf dem die politische Situation und die Liquidität der Betriebe Probleme bereiten.

Für den Herbst erwartet die Saaten-Union in Deutschland eine Winterroggen-Aussaat auf 625.000 ha, das wäre etwa so viel wie im vergangenen Jahr. Auch der Anteil der Hybrid-Sorten werde wohl stabil bleiben. (SB)
stats