Bei Roggen zählt geringe Mutterkorn-Anfälligkeit

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Hybridroggen mit geringer Mutterkorn-Anfälligkeit werden von Landwirten bei der Aussaat bevorzugt eingesetzt. In diesem Jahr wurden nach Angaben des Saatgutherstellers Lochow-Petkus mehr als 200.000 ha Anbaufläche mit Roggen der "Pollen-Plus"-Sorten angebaut. Im Vorjahr waren es 100.000 ha. Die Anbaufläche mit Pollenplus-Sorten werde zur kommenden Aussaat 2009 nochmals deutlich ansteigen, erwartet das Bergener Züchtungsunternehmen. Um die erwartete hohe Nachfrage decken zu können, sei die Saatgutproduktion frühzeitig eingestellt worden.

Im System "Pollen Plus" werden Gene aus exotischen Wildrassen mit Hilfe molekularer Marker in moderne Hybridroggensorten integriert. Damit bekommt der Landwirt nach Einschätzung des Unternehmens ein effektives und einfaches Werkzeug in die Hand, mit dem er den Mutterkornbefall in seinen Beständen systematisch reduzieren kann. Das System wird auf einer eigenen Internetseite erklärt. (da)

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