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Zur geplanten Reform der Zuckermarktordung werden weiterhin die Pro- und Kontra-Argumente ausgetauscht. Die bestehende Marktordnung behindert nach Ansicht des Infozentrums Zuckerverwender (IZZ) die Lebensmittelwirtschaft in ihrer Entwicklung, vor allem im Export und verstärke den Druck zur Verlagerung von Standorten in Länder außerhalb der EU. Die IZZ fordert daher eine wettbewerbsorientierte Neuregelung des europäischen Zuckersektors, um Arbeitsplätze mit hoher Wertschöpfung zu sichern.

Dieter Langendorf, Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker, widerspricht. Der Anteil der Exporte zuckerhaltiger Erzeugnisse in Länder außerhalb der EU sei mit weniger als 3 Prozent vernachlässigbar gering. Der überwiegende Teil der Exporte werde innerhalb der EU abgewickelt. Eine Neuregelung bliebe demnach annähernd wirkungslos. Nach Langendorfs Meinung hätte der Sektor mehr Vorteile, wenn die Marktordnung beibehalten werde. Er sieht Arbeitsplätze in der Zuckerwirtschaft dann gefährdet, wenn der Außenschutz abgeschafft würde. (ED)

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