Landwirte sollen auch künftig für Maisschläge mit Schneisenflächen zur Bejagung von Schwarzwild Fördermittel erhalten. Bund und Länder haben sich auf ein bundseinheitliches Verfahren geeinigt, teilt das Landwirtschaftsministerium in Schleswig-Holstein mit. Danach bleiben Maisschläge einschließlich der bei der Aussaat angelegten Schneisenflächen für die Betriebsprämie beihilfefähig. Das Schwarzwild habe sich stark vermehrt und fühle sich insbesondere in Maiskulturen wohl. Die gezielte Bejagung sei aber in größeren Parzellen ohne Bejagungsschneisen nur schwer umzusetzen.

Die Fördermittel werden erteilt, wenn im Sammelantrag für solche Parzellen folgende gesonderte Nutzungscodes (NC) angegeben werden:
- NC 415 für Silomais mit Bejagungsschneisen, wenn die Schneise aus der Produktion genommen wird (aktive Begrünung der Schneisenflächen oder Selbstbegrünung)
- NC 416 für Silomais mit Bejagungsschneisen, wenn die Schneise mit anderen Kulturen bebaut wird (zum Beispiel Hafer)

Sofern Bejagungsschneisen in Silomaisbeständen durch Abhäckseln der Maispflanzen hergestellt werden, bedarf es keiner besonderen Deklarierungen. Diese Flächen sind im Sammelantrag in Gänze wie Maisschläge ohne Schneisen mit dem NC 411 zu deklarieren, so das Ministerium weiter. Nur bei gleichzeitiger Beantragung von Prämienmaßnahmen, beispielsweise Natura 2000-Prämie, müssten die Schneisenflächen als eigenständige Schläge im Sammelantrag ausgewiesen werden. (az)
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