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Die Euphorie für nachwachsende Rohstoffe sollte nicht dazu verleiten, Fehler der Vergangenheit zu wiederholen, warnte Dr. Alexander Gerber vom Bund ökologische Lebensmittelwirtschaft bei der Wissenschaftstagung ökologischer Landbau in Stuttgart-Hohenheim. Schließlich hätten gerade die Sünden der intensiven Landwirtschaft die Öko-Landbau-Bewegung initiiert. Mittlerweile gebe es zahlreiche Innovationen aus dem Öko-Bereich, die in der konventionellen Landwirtschaft genutzt werden.

Auch die landwirtschaftliche Bioenergieerzeugung könnte sich zu Nutzen machen, was im Öko-Landbau angelegt ist anstatt einseitig auf einzelne Kulturen wie Mais zu setzen. Die Agroforstwirtschaft beispielsweise nutze systematisch Bäume, Sträucher und Energiegehölze gemeinsam mit landwirtschaftlichen Kulturen. So hätten Untersuchungen beispielsweise in Mischkultur von Robinie, Luzerne und Lupine eine Biomasseerzeugung erzielt wie auf einem Maisacker. Zusätzlich sei eine wachsende Humusschicht entstanden, hob Gerber hervor. (brs)

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