Landwirte können künftig mit weniger Verwaltungsaufwand Betriebsprämien für Maisflächen mit Bejagungsschneisen beantragen. Außerdem sind Anpassungen für Landschaftselemente geplant. Bund und Länder haben für Bejagungsschneisen in Mais zwei neue Nutzungscodes vereinbart, die die Bundesländer bei Bedarf anbieten können. Sie unterscheiden sich darin, ob die Fläche stillgelegt ist oder genutzt wird. Mit diesen Codes können Landwirte entsprechende Flächen im Sammelantrag kennzeichnen, teilt das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) mit. Für die Berechnung des Anbauverhältnisses und der Humusbilanz wäre dann allein die Hauptkultur maßgeblich, betont das BMELV. Landwirte müssten nicht mehr eigens die Bejagungsschneise ausmessen.

Die Codes sind ein Bestandteil eines Entwurfs für die Änderung der Direktzahlungen-Verpflichtungenverordnung. Darin soll außerdem eine Regelung zur Förderung von Landschaftselementen geändert werden, kündigt das BMELV an. Die EU-Kommission hatte die bisherige deutsche Förderung von Landschaftselementen bemängelt. Es geht vor allem um Feuchtgebiete, die künftig als Bestandteil der Cross-Compliance-Auflagen behandelt werden sollen. Damit kann für diese ökologisch wertvollen Flächen die Betriebsprämie beantragt werden. Konsequenz für den Landwirt wäre allerdings, dass eine unerlaubte Beseitigung dieser Landschaftselemente zu Kürzungen der Direktzahlungen führen würde. (az)
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