Bekämpfung des Maiswurzelbohrers ohne Erfolg

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Die Landkreise Passau und Deggendorf sind nun zum natürlichen Befallsgebiet des Maiswurzelbohrers erklärt worden. Damit ist in diesen Gebieten der gesetzlich vorgeschriebene Quarantänestatus für den Maiswurzelbohrer aufgehoben worden. In beiden Landkreisen ist es bislang nicht gelungen, die Ausbreitung des Käfers mit den vorgeschriebenen Maßnahmen, wie zum Beispiel Anbauverbote, zu unterbinden. Betroffene Landwirte machten in dieser Woche auf dem Zentralen Landwirtschaftsfest (ZLF) ihrem Unmut Luft. Sie fühlen sich nun durch die Deklaration "natürliches Befallsgebiet" mit der Bekämpfung des Schädlings überfordert. Eine Bekämpfungsmöglichkeit stellt zum Beispiel der Anbau von gentechnisch veränderten (GV-) Maissorten dar. Die Interessen von betroffenen Maisbauern gehen damit aber weit auseinander zu den Bekenntnissen von bayerischen Politikern, die Bayern zu einer gentechnikfreien Zone erklären wollen.

Auch mit Bekämpfungsmaßnahmen, wie die Einführung einer langfristigen Fruchtfolge oder dem Anbau von resistenten Sorten, sind die Landwirte nicht einverstanden. Insbesondere Landwirte, die in den Bau von Biogasanlagen investiert haben, können nach eigenen Angaben den Maisanbau nicht kurzfristig umstellen, ohne die eigene Existenz zu gefährden. (da)

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