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Der krebserregende Stoff Ochratoxin A, der von Schimmelpilzen erzeugt wird, wurde in einer Untersuchung des Bundesgesundheitsministerium in 57,2 Prozent aller herangezogenen Lebensmittelproben nachgewiesen. Wie das Ministerium mitteilt, lagen jedoch nur rund 0,5 Prozent der Werte im erhöhten Bereich über 5 µg/kg. Es zeigte sich, dass aufgrund der hohen Verzehrmengen vor allem Getreide und Getreideprodukte, darunter Vollkornprodukte und Roggen, zur Ochratoxin-A-Aufnahme beim Menschen beitragen. Weiter sind bei Kaffee, Bier, Fleisch, Wurst und Käse hohe Werte festgestellt worden. Der Nachweis von Ochratoxin in 90 Prozent der insgesamt 1810 untersuchten Blutproben von 2005 Probanden deutet darüber hinaus auf eine kontinuierliche Langzeitaufnahme des krebserregenden Stoffes hin. Auf Drängen unter anderem der Bundesregierung hat die EU-Kommission nun Vorschläge zur Beschränkung von Ochratoxin A in Lebensmitteln vorgelegt. (ts)
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