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Brotgetreide ist immer weniger durch Rückstände und Schadstoffe belastet. Dies zeigen langjährige Qualitätsuntersuchungen der Bundesforschungsanstalt für Ernährungs und Lebensmittel (BfEL) in Detmold. Danach ist die Belastung von Weizen und Roggen durch Blei und Cadmium in den vergangenen 30 Jahren erkennbar zurückgegangen, heißt es in einer Mitteilung. So sei der Bleigehalt in Roggen von rund 0,1 mg/kg Mitte der 70er Jahre auf heute 0,02 mg/kg gesunken, ebenso bei Winterweizen. Dafür verantwortlich sei das Benzin-Blei-Gesetz, wodurch der Bleieinsatz in Kraftstoffen ab 1972 schrittweise reduziert wurde. Auch die Belastung mit dem Schwermetall Cadmium, das natürlicherweise im Gestein und in Böden vorkommt, aber auch über mineralische Dünger und industrielle Prozesse in die Umwelt gelangt, hat sich deutlich verringert. Inzwischen kann der festgelegte Höchstwert von 0,2 mg/kg ohne Probleme eingehalten werden.

Auch Pflanzenschutzmittel-Rückstände seien nur noch selten zu finden, so das BfEL. Anfang der 90er Jahre ließen sich in 80 Prozent der Proben noch Insektizid-Rückstände nachweisen. Diese gingen ab Mitte der 90er Jahre deutlich zurück, dafür wurden etwas häufiger Rückstände von Unkraut- und Pilzbekämpfungsmitteln festgestellt. Trotz technischer Verbesserungen in der Analytik ließen sich in den vergangenen Jahren in zwei Dritteln aller Proben überhaupt keine Rückstände von den mehr als 250 erfassten Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffen nachweisen. In fast allen Proben mit Rückständen waren diese sehr niedrig und bewegten sich meistens nahe der Nachweisgrenze. (ED)

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