Vor allem die deutsche Fleischbranche steht im Fokus, da in Schlachthöfen Billiglöhne an osteuropäische Arbeitnehmer gezahlt werde. Diese Billiglöhne seien eine Wettbewerbsverzerrung. Daher kündigten der belgische Wirtschaftsminister Johan Vande Lanotte und Arbeitsministerin Monica De Coninck nach einem Besuch in Niedersachsen eine offizielle Beschwerde bei der EU-Kommission an.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies schloss sich der Kritik an und kündigte Druck auf die Bundesregierung an. In Niedersachsen gebe es derzeit rund 30.000 Beschäftigte in der Fleischindustrie. Die Stundenlöhne lägen teilweise bei maximal 4,00 bis 5,00 €/t, sagte Lies gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. (hed)
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