In den vergangenen sechs Monaten sind der belgischen Fleischwirtschaft 40 Mio. € entgangen, weil Russland seit Anfang des Jahres keine Fleischlieferungen aus der EU mehr zulässt. Das hat der dortige Fachverband berechnet. Sollte sich diese Situation nicht bald ändern, drohen Arbeitsplätze von den 5.000 Beschäftigten in der belgischen Fleischbranche verloren zu gehen.

Der Importstopp wurde begründet mit dem Auftreten der Afrikanischen Schweinepest in Litauen. Nun hoffen einige Unternehmen offenbar noch immer, dass sich die Grenzen im September öffnen könnten. Andere bauen bereits Stellen ab. Belgische Schlachtunternehmen hängen vereinzelt bis zu 70 Prozent am russischen Exportmarkt.

Mit dieser Aufstellung will die belgische Fleischbranche nicht nur auf ihre Situation hinweisen, sondern auch auf die Folgen, die eine Verschärfung der Handelssanktionen nach sich ziehen könnte. Aus einem politischen Problem könne schnell ein Handelskrieg entstehen. (brs)
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