Der Westliche Maiswurzelbohrer ist in Europa auf Expansionskurs.
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Der Westliche Maiswurzelbohrer ist in Europa auf Expansionskurs.

Insgesamt vier Westliche Maiswurzelbohrer (Diabrotica Virgifera Virgifera) gingen auf einem Maisacker in Machelen in der Nähe des Flughafens Zaventem in die Kontrollfallen.

Nun müssen die belgischen Maiserzeuger im Umkreis von 1 km um den Fundort Insektizide zur Bekämpfung des Käfers einsetzen. Auf den Äckern im Umkreis von 6 km soll in den kommenden Jahren Mais nur ein Drittel der Fruchtfolge ausmachen. Mit diesen Auflagen will die belgische Behörde für Lebensmittelsicherheit (FAVV) verhindern, dass sich der Käfer in Belgien etabliert.

Die EU hatte zu Jahresbeginn den Quarantänestatus des Schädlings aufgehoben. Damit ist die Bekämpfung des invasiven Maisschädlings nicht mehr nach EU-Recht Pflicht. Davon sind belgische Behörden unbeeindruckt. Denn die Fruchtfolge ist eine effektive Maßnahme, um die Etablierung und Ausbreitung des Maiswurzelbohrers zu unterbinden. Das hat sich auch in einem EU-Forschungsprojekt unter Leitung des Julius-Kühn-Instituts erwiesen. Die FAVV hat aus diesem Grund eine Fortsetzung der bisher geltenden Maßnahmen erlassen. (brs)
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