Die erstmalige Konsolidierung von Hilcona verhelfen dem Schweizer Fleischkonzern Bell zu einem deutlichen Umsatzplus: Der Erlös steigt im vergangenen Geschäftsjahr um 8,5 Prozent auf 2,8 Mrd. Schweizer Franken (CHF), wie das Unternehmen mit Sitz in Basel mitteilt. Der Frische-Convenience-Hersteller Hilcona, der seit 1. Mai 2015 in die Bilanz der Schweizer einfließt, steuerte 360 Mio. CHF bei und konnte damit Umsatzrückgänge des Fleischgeschäfts mehr als wettmachen.

Im schwierigen Schweizer Markt, der durch Einkaufstourismus und Minus-Teuerung geprägt ist, kann sich der Hersteller eigenen Angaben zufolge 2015 gut behaupten. Wegen Preisrückgängen bei Schweinefleisch und verstärkten Aktionen sei der Umsatz leicht um 0,5 Prozent gesunken, das Absatzvolumen jedoch um 1,1 Prozent gestiegen. Der Konzern begründet dies vor allem mit guten Geschäften zur Grill- und Feiertagssaison, berichtet die Lebensmittelzeitung.

Deutlich höher fallen die Erlösrückgänge im europäischen Geschäft aus. In Deutschland, Bells zweitgrößtem Markt, verzeichnet das Unternehmen sowohl beim Absatz als auch beim Umsatz in Euro, Rückgänge von mehr als 1,5 Prozent. In Schweizer Franken liegt das Erlösminus bei 13,6 Prozent. Noch deutlicher fallen die Einbußen sogar im restlichen Europa aus: Im Geschäftsbereich Bell International schmilzt der Erlös währungs- und portfoliobedingt sogar um 17,5 Prozent. Die Bell-Gruppe hatte Filialen in der Slowakei und Tschechien veräußert. Ohne diese Effekte habe der Umsatz leicht über Vorjahr gelegen, der Absatz wuchs um 7 Prozent. (az)
stats