Berglandwirte brauchen Schutz


Mit Hilfe eines Siegels erzielen Erzeugnisse aus Berggebieten höhere Preise. Zur Ausgestaltung eines Bergsiegels veröffentlicht die EU-Kommission eine Studie.

Wie Bergsiegel gegen Missbrauch geschützt werden können, untersuchte die von der EU-Kommission am Montag in Brüssel veröffentlichte Studie. Berglandwirte hätten einerseits höhere Produktionskosten, erzielten andererseits bessere Erlöse für ihre Qualitätserzeugnisse. Die Anforderungen an ein geplantes Siegel für Berglandwirte dürften nicht zu streng gefasst sein, stellt die Studie der Kommission klar. So müssten Berglandwirte häufig Futtermittel, wie Soja und Getreide zukaufen, um ihre Tiere unter klimatisch schwierigen Bedingungen halten zu können.

Auch die Verarbeitung der Erzeugnisse kann nicht immer in den Bergen stattfinden. Angemessenen Spielraum bei der Definition von Berglandwirtschaft empfiehlt die Studie. Die EU-Kommission muss demnächst die Einzelheiten für die Anforderungen einer zertifizierten Berglandwirtschaft ausarbeiten. Grundsätzlich hat die EU-Kommission die Kennzeichnung von Bergprodukten bereits in der seit diesem Jahr gültigen Qualitätsrichtline verankert. (Mö)
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