Mit zufriedenen Gesichtern ist beim Berliner Kartoffelabend zu rechnen. Denn der Kartoffelanbau hat den Erzeugern in diesem Jahr gute Erlöse erbracht. Zwar haben sich die ersten Preiserwartungen, die auf einer sehr kleinen Mengenerwartungen beruhten, nicht erfüllt. Dennoch stellen die aktuellen Preise zufrieden. Der Export aus Deutschland in Richtung Südosteuropa läuft gut. Mit dem endgültigen Ende der Kartoffeln aus Hallen ohne mechanische Kühlung wird eine Preisbefestigung erwartet, die die Lagerkosten rechtfertigt.

Die Frühkartoffelerzeugungsregionen rund ums Mittelmeer haben das attraktive Preisniveau ebenfalls beobachtet und entsprechend gepflanzt. In Israel wurde die Fläche leicht ausgedehnt, ebenso In Spanien. Nun wird beobachtet, wie sich die Bestände dort entwickeln und welche Qualitäten hier eintreffen.

Der russische Markt wird von den nicht-europäischen Frühkartoffellieferanten ebenfalls anvisiert. Der Bedarf ist dort vorhanden. Vor allem die städtische Bevölkerung wird auch weiterhin als kaufkräftig eingeschätzt, so dass eine beträchtliche Menge insbesondere aus Ägypten und Israel gar nicht nach Europa gelangen könnte.

Bei der Fruit Logistica präsentiert sich der Deutsche Kartoffelhandelsverband gemeinsam mit Mitgliedsunternehmen in Halle 21 (Stand D 08). Die Firmen Norika GmbH, Solana GmbH & Co. KG und Johann Koch e.K. gestalten mit dem DKHV einen Gemeinschaftsstand und informieren dort über ihr Leistungsspektrum. Als Stimme der Kartoffelhandelsunternehmen stellt der DKHV seine Dienstleistungen als Branchenverband in den Mittelpunkt. Die Kartoffel Marketing Gesellschaft (KMG) wird ihr neues Logo präsentieren. Die Europlant Pflanzenzucht GmbH zeigt in Halle 20 ihr breites Sortiment an Pflanzkartoffeln.

Die Fruit Logistica, als weltweit führende Leitmesse des Obst- und Gemüsehandels, ist nach dem durchschnittlichen Erntejahr 2015 ein wichtiger Stimmungsbarometer der Branche. „2015 war aufgrund der wechselhaften Witterungen ein schwieriges Erntejahr, weshalb die Nachfrage nach Pflanzkartoffeln in diesem Jahr merkbar angezogen ist“, skizziert Europlant-Geschäftsführer Jörg Renatus das Branchenumfeld während der Messe. (brs)
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