Bessere EU-Gesetze zum Hormoneinsatz in der Rindermast geplant

1

Die Gesetzgebung der EU für den Einsatz von Hormonen in der Rindermast soll verbessert werden. Das nachweislich Krebs verursachende Hormon 17 Beta Östradiol soll nicht nur wie bisher als Leistungsförderer, sondern zukünftig auch als Veterinärmedizin verboten werden. Dies hat die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel vorgeschlagen. Bei fünf weiteren Masthormonen soll ein bestehendes dauerhaftes Verbot in der EU in ein zeitlich begrenztes umgewandelt werden. Für diese fünf Hormone konnte der wissenschaftliche Beweis des Risikos noch nicht erbracht werden. Solange will die Kommission auch nur ein zeitlich befristetes Verbot aussprechen. Mit der Einschränkung soll die EU-Gesetzgebung in Einklang mit den Regeln für das Vorsorgeprinzip nach dem WTO-Handelsrecht gebracht werden. Der Ministerrat und das europäische Parlament müssen diesen Vorschlägen noch zustimmen, damit sie wie vorgesehen am 1. Juli 2001 in Kraft treten können. (Mö)
stats