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Die Schweizer Biotechnologie-Firma Serono International S. A., Genf, hat eine Methode entwickelt, mit deren Hilfe sich die Diagnose von BSE und anderen Prionen-Erkrankungen möglicherweise stark verbessern lässt. Mit dem neuen Verfahren kann die Vermehrung von fehlerhaften Prionen-Proteinen im Labor gegenüber den bisherigen Methoden um mehr als das Hundertfache gesteigert werden. Dieser "konzeptionelle Durchbruch" könne sowohl die Empfindlichkeit der Tests verbessern als auch die grundlegende Erforschung und das Verständnis der Prionen-Erkrankungen voranbringen, sagte der Leiter der Serono-Forschergruppe, Dr. Claudio Soto, gegenüber der Agrarzeitung Ernährungsdienst. Die Arbeit ist in der jüngsten Ausgabe des britischen Wissenschaftsmagazins "Nature" veröffentlicht. Soto hofft, dass es gelingt, ein ähnliches Verfahren auch für Proben aus Blut oder Rückenmarksflüssigkeit zu entwickeln. Das wäre ein erster Schritt für Tests an lebenden Tieren und für Diagnosen bei Menschen. Bisher ist aber noch nicht klar, ob im Blut überhaupt infektiöses Material vorhanden ist. Es gäbe aber ermunternde vorläufige Versuchsergebnisse, sagte Soto. Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der heutigen Ausgabe der Agrarzeitung Ernährungsdienst. (Spk)
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