Besteuerung von Direktzahlungen in der Kritik

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Für eine Rücknahme der neuen Bestimmungen zur Besteuerung der EU-Direktzahlungen setzt sich Eckhard Uhlenberg, Landwirtschaftsminister in Nordrhein-Westfalen, ein. In einem Schreiben an NRW-Finanzminister Dr. Helmut Linssen heißt es: „Der Erlass aus Berlin führt dazu, dass im Wirtschaftsjahr 2007/08 nicht nur die Direktzahlungen des Kalenderjahres 2007, sondern auch 50 Prozent der Direktzahlungen des Kalenderjahres 2008 gewinnwirksam werden. In der Konsequenz müssen die Landwirte im laufenden Jahr höhere Steuern zahlen, ohne vorher mehr eingenommen zu haben." Damit würden die Landwirte an Liquidität verlieren.

Bislang war der Zeitpunkt der Auszahlung der Direktzahlungen Ende Dezember für die Versteuerung maßgeblich. Nach einem Erlass des Bundesfinanzministeriums soll erstmalig zum 30. Juni 2008 bereits die Hälfte der EU-Direktzahlungen für das gesamte Kalenderjahr 2008 bilanziell erfasst und damit schon im Wirtschaftsjahr 2007/08 versteuert werden. Das Bundesfinanzministerium führt als Grund geänderte beihilferechtliche Bestimmungen der EU an. (da)

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