Beteiligungen stützen HaGe Kiel

Die Hauptgenossenschaft Nord AG, Kiel, nutzt im Verbund ihre Synergien. Die Präsenz im Direktgeschäft mit der Landwirtschaft wird weiter ausgebaut. Die schwache Ernte im Norden 2011 führte dazu, dass die HaGe Kiel sehr viel weniger Getreide und Raps erfassen konnte als üblich. Hinzu kamen massive Qualitätseinbußen. "Unter Berücksichtigung der schwierigen Erntesituation sind wir mit unserem Ergebnis zufrieden," sagte heute Dr. Ulrik Schlenz, Mitglied des HaGe-Vorstands, während der Hauptversammlung in Kiel. Kompensieren konnte die HaGe den Mengenrückgang in den Stammregionen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern durch die Erweiterung des Erfassungsgebiets auf Hessen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Hier ist die HaGe mit ihrer Beteiligung von 60 Prozent an der Roth Agrarhandel GmbH, Kirchhain, vertreten.

Den Umsatz für 2011 im Konzern einschließlich aller Beteiligungen bezifferte Schlenz auf rund 2 Mrd. €. Ein Vergleich zum Vorjahr mit 2,25 Mrd. € sei nur bedingt möglich, da Ende September 2010 die Geschäfte der Raiffeisen Mineralölhandel GmbH in die Team AG, Süderbrarup, übergingen. An dem Baustoff- und Energieunternehmen hält die HaGe rund 30 Prozent. Der Jahresüberschuss im Konzern war im Geschäftsjahr 2011 mit 21,4 Mio. € leicht rückläufig gegenüber 22,2 Mio. € im Vorjahr.

Eine positive Entwicklung zeigt das Tochterunternehmen BSL Betriebsmittel, Service und Logistik GmbH sowie das Joint-Venture HaBeMa GmbH & Co KG, Hamburg, das in den Bereichen Futterproduktion und Umschlag ein sehr gutes Ergebnis erzielen konnte. Die rund 1.200 Aktionäre erhalten für 2011 eine Dividende von rund 9 Prozent auf das Aktienkapital. Das Eigenkapital im Konzern ist auf 203 Mio. € gestiegen, dies entspricht einer Eigenkapitalquote von knapp 38 (Vorjahr: 33) Prozent. Damit lasse sich weiteres Wachstum realisieren, verspricht Schlenz. (da)
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