Betrieb in Frankreich geschlossen


Dem französischen Fleischverarbeiter Spanghero entzieht die Regierung in Paris die Lizenz. Ihm wird Betrug mit Pferdefleisch vorgeworfen.

Spanghero mit Sitz in Castelnaudary bei Toulouse wehrt sich gegen die Vorwürfe. Nach Aussage des Unternehmens wurde bereits mit Pferdefleisch gemischtes Rindfleisch geliefert. Man habe nichts geahnt und keine Etiketten gewechselt, weist Spanghero den Betrugsvorwurf zurück.

In Großbritannien sind unterdessen drei Verdächtige im Pferdefleischskandal festgenommen worden. Dabei handelt es sich um Mitarbeiter von Fleischverarbeitungsbetrieben, berichten Medien.

Das Rückverfolgungssystem für Rindfleisch habe funktioniert, erklärte derweil EU-Verbraucherkommissar Tonio Borg und lobte das schnelle Handeln der französischen Regierung. In britischen Schlachthöfen wird Pferdefleisch verstärkt auf das verbotene Schmerzmittel Phenylbutazon hin untersucht. In 8 Schlachthöfen wurde das Medikament gefunden. Allerdings waren es unter 1,9 mg/kg und damit lagen kaum Gesundheitsrisiken vor, beschwichtigte der britische Veterinärdienst.

In Brüssel beraten die EU-Mitgliedstaaten über ein Testprogramm. Rindfleisch soll in der EU mit Hilfe der DNA-Analyse auf Pferdefleisch hin untersucht werden. Außerdem soll Pferdefleisch auf Rückstände von Phenylbutazon geprobt werden. Der Sprecher von EU-Verbraucherkommissar Tonio Borg ist zuversichtlich, dass die EU-Mitgliedstaaten dem Kommissionsvorschlag zustimmen werden. (Mö)
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