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Die Entscheidung des Bundesrats-Agrarausschusses, den Abschmelzungsprozess der betriebsbezogenen Zahlungsansprüche erst ab 2010 zu beginnen, hat der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Backhaus, begrüßt. "Die Landwirte haben damit bis 2009 Planungsicherheit", wird Backhaus in einer Pressemitteilung seines Ministeriums zitiert. Die Milch sei nach diesem Vorschlag ebenfalls erst ab 2010 in den Prozess einbezogen.

Der Gesetzentwurf der Regierung zur nationalen Umsetzung der EU-Agrarreform sehe einen Abbau der betriebsindividuellen Zahlungen von 2007 bis 2012 in fünf Schritten vor. Nach der Empfehlung des Agrarausschusses würden ab 2013 die Landwirte eine einheitliche Flächen- und Grünlandprämie, die so genannte "regionale Bewirtschaftungsprämie", erhalten. In der Übergangszeit würden im Rahmen eines Kombinationsmodells sowohl einheitliche Flächen- und Grünlandprämien als auch betriebsbezogene Zahlungen für einzelne Bereiche gewährt. Zu Letzterem gehörten die Milch, Mutterkühe und -schafe, Sonderprämien für männliche Rinder, 50 Prozent des Extensivierungszuschlags für Rinder, eine Schlachtprämie für Kälber, 25 Prozent der entkoppelten Stärkekartoffelprämie sowie die Trockenfutterprämien. Diese sollen nach den Vorschlägen des Agrarausschusses im Zeitraum 2010 bis 2013 in drei Schritten in eine einheitliche Flächenprämie umgewandelt werden, heißt es in der Mitteilung weiter. (ED)

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