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Der Klimawandel stellt Landwirte vor immer neue Herausforderungen, flexibel und umsichtig auf veränderte Bedingungen zu reagieren. Für die zu erwartenden künftigen Umweltbedingungen, wie Sommertrockenheit oder neue Schädlinge und Schaderreger, muss die Pflanzenzüchtung passende Sorten anbieten. Das wurde deutlich beim Fachsymposium der Gemeinschaft zur Förderung der privaten deutschen Pflanzenzüchtung (GFP), Bonn. Immerhin kann sich Mitteleuropa zu den vom Klimawandel bevorteilten Regionen zählen. Selbst unterschiedliche Prognosemodelle stimmen darin überein, dass steigende Temperaturen in Mitteleuropa Ertragssteigerungen bringen, berichtete Dr. Armin Werner vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF). Davon profitieren aber auf Grund veränderter Niederschläge bei weitem nicht alle Regionen. Vor allem im Nordosten Deutschlands sei mit verringerten Niederschlägen und Ertragseinbußen zu rechnen. Die tendenziell sinkende Ertragssicherheit fordere von den landwirtschaftlichen Betriebsleitern mehr Flexibilität. Langfristig genüge es nicht, wenn nur die Besten reagieren könnten, betonte Werner. (brs)
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