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Die deutschen Brauereien sorgen sich um ihre künftige Versorgung mit Rohstoffen aus der heimischen Landwirtschaft. Bier könnte teurer werden. Hans-Albert Ruckdeschel, Vorsitzender des Bayerischen Mälzerbundes, befürchtet eine Wettbewerbsverzerrung gegenüber den Staaten, in denen derzeit keine Förderung für die Produktion von Bioenergie gezahlt wird. Wie die Agrarzeitung Ernährungsdienst heute berichtet, hält der Deutsche Bauernverband (DBV) die vom Deutschen Brauerbund angekündigte Preiserhöhung bei Bier wegen des Booms bei Biosprit "eine Irreführung der Öffentlichkeit." Die Brauwirtschaft vergesse, dass gerade ihre aggressive Preispolitik in der Vergangenheit dafür gesorgt habe, dass die Landwirte trotz gestiegener Produktionskosten immer geringere Erlöse erzielt hätten.Nach Ansicht bayerischer Brauer und Mälzer lohne sich mit aktuellen Vorvertragspreisen von etwa 165 €/t der Anbau wieder. (HH)
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