Bierexport erfreut Bayerns Brauer


Der Bierabsatz floriert 2012 im Süden. Er liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt. 
Der Präsident des Bayerischen Brauerbundes, Friedrich Düll, zeigte sich mit dem Ergebnis der Bierbranche im vergangenen Jahr vor der Presse in München zufrieden. Mit 22,1 Mio. Hektoliter (hl) Gesamtbierabsatz liegt das Ergebnis der bayerischen Brauer zwar nur auf dem Niveau des Vorjahres, aber deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Mit einer "schwarzen Null" habe damit die bayerische Brauwirtschaft das vergangene Jahr abgeschlossen, während der Absatz in der gesamten deutschen Bierbranche um 1,8 Prozent auf rund 96,5 Mio. hl zurückging.

Ohne Export sähe die Bilanz jedoch düster aus, räumte Düll ein. So wird mittlerweile jedes fünfte in Bayern gebraute Bier im Ausland getrunken - mehr als je zuvor. Nahezu 400.000 hl wurden 2012 mehr exportiert im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt beträgt die Exportmenge 4,2 Mio. hl. Zwei Drittel davon sind in die Mitgliedsländer der EU geflossen, etwa 33 Prozent in Drittstaaten. Auf diesem Markt sieht Düll für die kommenden Jahre ein weiteres Wachtumspotenzial. 

Bayern hat mit 632 Braustätten die höchste Brauereidichte in ganz Deutschland. So hat nahezu jede zweite Braustätte ihren Sitz im Freistaat. Mehr als 40 verschiedene Biersorten werden hier gebraut. Mit rund 4.000 Marken stammen rund drei Viertel aller deutschen Biermarken aus Bayern. (HH)   
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