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Der neue "Bioschwung" soll in Österreich neben besseren politischen Rahmenbedingungen und fairen Preisen für die Biobauern auch zu weiteren Gewinnoptimierungen führen, berichtet der Informationsdienst AIZ. Schließlich ermögliche der Verlauf der Umsatzsteigerung von 1999 von 320 Mio. auf 400 Mio Euro im Jahr 2004 die Prognostizierung eines Marktanteils für die Biobranche von 10 bis 12 Prozent statt der bisherigen 4 Prozent. Dies habe der Vorstand der neu gegründeten "Bio Austria" beschlossen. Die Organisation vereine die drei ehemaligen österreichischen Dachverbände "Bio Ernte Austria", "Arge Biolandbau" und "ÖIG" und vertrete etwa 14 000 der insgesamt 19 000 österreichischen Bio-Betriebe. Die durch jeden zehnten Landwirt Österreichs erwirtschaftete Bioproduktion soll bis zum Jahr 2008 auf 8 Prozent steigen. Angestreb werde ein jährlicher Zuwachs von 10 Prozent der Fläche oder der Anzahl Mitglieder. Zusätzlich solle ein Ausbau des bereits vorhandenen Potenzials bei Großküchen mit 12 Prozent des Gesamtumsatzes) erfolgen. Auch solle der Exportmarkt gestärkt werde, der beispielsweise in Großbritannien 30 Prozent der Kartoffellieferungen umfasse.Aber auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten sei dieser vorhanden und könne nur aufgrund des Einfuhrembargos nicht ausgeschöpft werden. Zwar stelle die EU-Osterweiterung noch keine nennenswerte Ursache für Absatzminderung dar, weil die österreichischen Verbraucher Wert auf Qualität legten, diedort zum Teil nicht erhältlich sei. Allerdings müsse Österreichs Biomarktposition durch "kompetente Beratung" und "100prozentige Verfügbarkeit der Ware" zum Beispiel im Gastronomiebereich, der immer mehr auf Biofleisch umstelle, aber auch durch Produktpalettenerweiterung besser ausgebaut werden. (ED)
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