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Die Ökologische Landwirtschaft in Deutschland zeichnet sich durch überdurchschnittliche ökonomische und gesellschaftliche Leistungen aus. Nach dem aktuellen Lagebericht der Bundesregierung nahmen im Wirtschaftsjahr 2005/2006 die Gewinne von 310 untersuchten Betrieben um 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Sie liegen damit deutlich über der Gewinnentwicklung der konventionellen Vergleichsbetriebe, deren Gewinn um 1,4 Prozent abnahm. Dies meldet der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW).

Doch nicht nur die Gewinnentwicklung, auch die absolute Höhe des durchschnittlichen Gewinns je Betrieb lag mit 44.673 Euro um 30,8 Prozent über dem durchschnittlichen Betriebsgewinn der konventionellen Betriebe.

Obwohl die Erträge auf Bio-Flächen geringer sind als auf konventionellen, wird der höhere Gewinn auf Grund deutlich höherer Produktpreise sowie über 90 Prozent geringerer Aufwendungen für Dünge-und Pflanzenschutzmittel erzielt.

Zum Einkommen der Landwirte tragen auch staatliche Zahlungen bei. Bio-Betriebe erhalten zwar einen höheren Prämienanteil aus den Agrar-Umweltprogrammen, mit denen Leistungen für Natur und Umwelt entlohnt werden. Der Anteil an den direkten Einkommensübertragungen der EU-Agrarpolitik ist hingegen geringer als bei konventionellen Betrieben. Damit liegt die Summe staatlicher Finanzierungen im Durchschnitt der Bio-Betriebe auf gleichem Niveau wie bei den konventionellen Betrieben. (ED)

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