Niedersachsen

Bio-Betriebe bekommen belastetes Futter

Mit Pflanzenschutzmittel belastetes Hühnerfutter ist wieder nach Niedersachsen geliefert worden. Wie das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) am Montagabend mitteilte, sind zwei Bio-Legehennenbetriebe im Weser-Ems-Gebiet betroffen. Das Laves verfügte, dass die zwei Betriebe zunächst keine Öko-Eier ausliefern dürfen. Zudem müssen sie ihre Abnehmer informieren, mit dem Ziel, eventuell noch vorhandene Eier nicht mehr als Öko-Ware zu vermarkten.

Die Ursache der Kontaminierung liegt den Untersuchungen nach erneut in aus der Ukraine stammenden Bio-Sonnenblumenpresskuchen. Die jetzt betroffene Charge sei demnach von einem niederländischen Händler über den Hafen Brake nach Mecklenburg-Vorpommern geliefert und dort weiterverarbeitet worden. Ebenfalls am Montag teilten die dortigen Behörden mit, dass in Mecklenburg-Vorpommern jetzt 22 landwirtschaftliche Betriebe für die Bio-Vermarktung gesperrt worden seien.

Unter den 30 Betrieben, die in anderen Bundesländern aus Mecklenburg-Vorpommern beliefert wurden, befinden sich auch die zwei Betriebe aus Niedersachsen. Das Laves hat auch jetzt Futterproben bei den beiden betroffenen Betrieben entnommen, die untersucht werden. Mit Ergebnissen ist Ende dieser Woche zu rechnen.

Bereits im vergangenen Dezember wurden 18 niedersächsische Betriebe wegen der Verfütterung von kontaminiertem Futter für die Bio-Vermarktung gesperrt. Das Futter war in einer anderen Lieferung über Rotterdam eingeführt und in den Niederlanden verarbeitet worden. (Sz)
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