Bio-Eier aus Niedersachsen PCB-belastet

PCB-belastete Eier aus Niedersachsen sind an einen Discounter in Bayern geliefert worden. Die Eier stammen von einem Bio-Freilandbetrieb aus dem Landkreis Oldenburg. Der betroffene Betrieb mit 18.000 Legehennen wurde gesperrt, teilte das niedersächsische Landwirtschaftsministerium am heutigen Freitag mit. Die Funde waren bereits am Mittwoch bekannt geworden. Daraufhin wurden nach Angaben des Ministeriums alle vorhandenen Eier bei der Packstelle in Sachsen-Anhalt sowie über 100.000 Eier, die in die Niederlande geliefert wurden, aus dem Verkehr gezogen. Wie viele Eier in Sachsen-Anhalt nicht mehr verkehrsfähig sind, konnte das Ministerium auf Anfrage nicht beziffern. 

Der zulässige Höchstwert für dioxinähnliche PCB mit geringerer toxischer Wirkung wurde um 100 Prozent überschritten. Untersuchungen von Eiern in dem Discounter hätten einen PCB-Gehalt von 80 ng je g Eifett ergeben. Die Ursache für die PCB-Einträge ist noch unklar. Aus den verschiedenen Abteilungen des Betriebs wurden amtliche Eiproben genommen. Mit dem Ergebnis rechnet das Landwirtschaftsministerium in Hannover in der kommenden Woche.

Das Ministerium hat den Erzeugercode für die Eier vorsorglich bekannt gegeben:
0 - DE-0357911. Eine Gesundheitsgefährdung durch den Verzehr belasteter Eier besteht nach Einschätzung des Ministeriums nicht. Dennoch wurde das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) um eine gesundheitliche Bewertung gebeten. (pio)
stats