Geflügelschlachthof

Bio-Projekt in Bayern wirbt um Partner

In dem Schlachthof sollen Masthähnchen, Suppenhühner und eventuell auch Puten, Saisongeflügel wie Enten und Gänse und Bruderhähne aus der Eierproduktion geschlachtet und verarbeitet werden, teilen die Initiatoren mit. Sie gehören zu einer Gruppe von Personen aus Bio-Verbänden, Ökomodellregionen, der Fleisch-Verarbeitung und der Landwirtschaft, die den steigenden Bedarf nach Bio-Geflügelfleisch mit Produkten aus der Region decken möchte.

Absatzmöglichkeiten fehlen bisher

Den Planungen vorangegangen seien viele Gespräche mit Erzeugern und interessierten Abnehmern in Bayern. In Nordbayern gebe es derzeit keine Möglichkeit für landwirtschaftliche Betriebe, Öko-Geflügel zu schlachten und zu vermarkten. Es fehlen außerdem Absatzschienen für Mastgeflügel und Suppenhennen. Es sei jetzt ein stabiles und schlüssiges Konzept erarbeitet worden, erklären die Initiatoren. Die Schlachterei soll im Landkreis Kulmbach entstehen, da dieser Standort verkehrsgünstig angebunden ist.

Erzeugergemeinschaft soll Tiere liefern

Um eine Basis für die Rohstoffsicherung zu schaffen, strebt die Gruppe die Gründung einer Erzeugergemeinschaft an. Die Geflügelschlachterei in Nordbayern würde vielen landwirtschaftlichen Betrieben in der Region die Möglichkeit eröffnen, in die Biogeflügelhaltung einzusteigen, hofft der Gründerkreis. Die Geflügelhaltung sei ein interessanter Betriebszweig für bestehende Biobetriebe, aber auch für umstellungswillige, konventionelle Landwirte. Für mehr Direktvermarktung von Öko-Geflügelfleisch in Hofläden wären die Weichen ebenfalls gestellt. Für November sind Informationsveranstaltungen für Landwirte geplant. Ziel ist es, die ersten Tiere zum Weihnachtsgeschäft 2017 zu schlachten. (SB)
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