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Vor einer "wahlkampftaktischen Konfrontation" zwischen Bio-Bauern und ihren konventionellen Kollegen warnt Thomas Dosch vom Bioland-Bundesverband. Die unterschiedliche agrarpolitische Ausrichtung der einzelnen Parteien führte in jüngster Zeit zu Äußerungen, die "einen Wahlkampf auf dem Rücken der Bio-Bauern" befürchten lassen, kritisiert Thomas Dosch. "Da werden Gegensätze zwischen Öko-Landbau und moderner Landwirtschaft aufgebaut, die sind bedenklich", zitiert die Agrarzeitung Ernährungsdienst Dosch in einem Bericht in der heutigen Ausgabe. Dabei weise der Markt für Öko-Lebensmittel im vergangenen Jahr zweistellige Wachstumsraten auf und werde im Ausland als attraktiver Markt angesehen. Diese positive Einschätzung der Märkte teilt die CDU/CSU-Fraktion in einer detaillierten Stellungnahme. Kritisch betrachtet sie aber vor allem das Bundesprogramm Öko-Landbau, das jährlich mit 20 Mio. € aus dem Bundeshaushalt ausgestattet wird. Daraus wurde bisher sowohl Forschung und Informationsaustausch über Öko-Landbau als auch Öffentlichkeitsarbeit für Bio-Produkte finanziert. (brs)
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