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Niedersachsens ökologisch wirtschaftende Erzeuger sind mit der Förderpolitik des Bundeslandes unzufrieden. Während der vergangenen fünf Jahre hat sich die Größe der ökologisch bewirtschafteten Fläche in Niedersachsen mehr als verdoppelt. Hans-Heinrich Ehlen, Landwirtschaftsminister des Bundeslandes, präsentierte am Mittwoch während der Veranstaltung "Perspektive Biomarkt Niedersachsen" in Hannover exakte Zahlen. Demnach haben die Biobauern zwischen Elbe und Weser inzwischen 64.000 ha unter dem Pflug. Vor fünf Jahren waren es laut Ehlen erst 30.000 ha. Die in Hannover anwesenden Landwirte bezweifelten, dass dieser Trend anhält. Sie kritisierten die neu geregelte niedersächsische Förderpolitik: Ab 2007 erhalten alle Biobetriebe aus EU-Mitteln über die Landeskasse 137 €/ha. Künftig entfällt die gesonderte Förderung von insgesamt 280 €/ha während der zweijährigen Umstellungsphase. Auch die Biobetriebe müssten sich künftig verstärkt dem Markt stellen, erläuterte Friedrich-Otto Ripke, Staatssekretär im Hannoveraner Landwirtschaftsministerium. (hol)
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