Während die Preise für konventionell erzeugte Agrarprodukte gestiegen sind, haben die Preise für Öko-Produkte weniger stark zugelegt. Dies beklagten Vertreter von Politik und Verbänden bei der Öko-Fachmesse Biofach gegenüber der Presse. Daher stehen kontrolliert ökologisch wirtschaftende Betriebe verstärkt unter wirtschaftlichem Druck.

Sollten die Preise für Öko-Lebensmittel im kommenden Jahr nicht deutlich steigen, werden viele Öko-Betriebe wieder zur konventionellen Wirtschaftsweise zurückkehren, so die Sorge unisono. Für Mecklenburg-Vorpommern bezifferte Landwirtschaftsminister Till Backhaus die Fläche, die möglicherweise rück-umgestellt werden könnte, auf 30.000 ha.

Zudem könnten striktere Auflagen für die Öko-Produktion Betriebe zum Aufgeben zwingend, berichtet der bayerische Bauernverbandspräsident Walter Heidl. So könnte ein Verbot der Anbindehaltung das Angebot an Öko-Milch aus Bayern verknappen, gab Heidl zu bedenken. Auch die Schwierigkeit, ausreichend Futtermittel in Öko-Qualität zu beschaffen, sei eine wachsende Herausforderung für Öko-Bauern. (brs)
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