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Das Bundeskabinett hat in der neu gefassten Verordnung über die Beschaffenheit und Auszeichnung von Kraftstoffen erstmals verbindliche Qualitätsanforderungen für Biodiesel als Kraftstoff festgelegt. Der Deutsche Bauernverband (DBV) begrüßt den Kabinettsbeschluss, teilt er in einer Presseinformation mit. Durch diese Kennzeichnungspflicht werde die oftmals festzustellende Bezeichnungsvielfalt und damit die Verwechslungsgefahr mit Rapsöl oder anderen Biokraftstoffen unterbunden. Der DBV erwarte, dass die Kennzeichnungsverordnung vom Bundesrat rasch beschlossen werde und noch im Frühjahr in Kraft treten könne. An öffentlichen Tankstellen müsse demnach Biodiesel mit einem Aufkleber unter Hinweis auf die europäische Norm für Biodiesel DIN EN 14214 gekennzeichnet werden.

Die Verordnung schreibe ebenfalls vor, dass nicht nur an der Tankstelle, sondern bereits beim Handelsgeschäft zwischen Tankstelle und Lieferant die Auszeichnung der Biodieselqualität im Lieferschein erfolgen müsse. Weiterhin sehe die Kennzeichnungsverordnung vor, dass Biodiesel bis maximal 5 Prozent, gemäß der ebenfalls novellierten europäischen Norm für Dieselkraftstoff, DIN EN 590, zugemischt werden könne. Im Falle der Zumischung müsse der Biodiesel ebenfalls mindestens den europäischen Standard DIN EN 14214 erfüllen. Mischkraftstoffe mit mehr als 5 Volumenprozent Biodiesel müssten deutlich sichtbar an der Zapfsäule ausgezeichnet werden.

Mehr als 1.300 der 1.700 Biodiesel führenden Tankstellen haben sich laut DBV dem Qualitätssicherungskonzept der Arbeitsgemeinschaft Qualitätsmanagement Biodiesel angeschlossen und zeichneten bereits seit Januar freiwillig Biodiesel gemäß der europäischen Norm aus. (ED)

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