Sieben europäische Staaten wollen den Sektor Bioenergie voranbringen. Eine gemeinsame Erklärung ist gestern in Berlin unterzeichnet worden. Auf der Abschlusskonferenz des Projekts „4Biomass" unterschrieben am Mittwoch Vertreter aus Deutschland, Italien, Österreich, Polen, Slowenien, Tschechien und Ungarn eine gemeinsame Erklärung. Das von der EU geförderte Vorhaben hat das Ziel, die Bioenergie in Mitteleuropa nachhaltig zu entwickeln. Nach Mitteilung der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), Gülzow, sprachen sich die Teilnehmer dafür aus, den zusammen erarbeiteten „Transnational Action Plan for Central Europe" in ihren Staaten in politische Entscheidungsprozesse einzubringen. Der Plan empfiehlt aufeinander abgestimmte Maßnahmen für die Entwicklung und Förderung einer nachhaltigen Biomassenutzung. Für Deutschland unterzeichneten Dr. Oliver Mellenthin als Vertreter des Bundesagrarministeriums (BMELV) und Dr. Lutz Mez von der Freien Universität Berlin.

Übergeordnetes Ziel des Projekts war es laut FNR, die Staaten bei der Erstellung ihrer von der EU geforderten nationalen Aktionspläne für erneuerbare Energien zu unterstützen. Dementsprechend stellte die Zusammenstellung und Auswertung von Daten zum Status quo und zu den Biomassepotenzialen in den jeweiligen Ländern eine zentrale Aufgabe im Vorhaben dar. Darüber hinaus diente 4Biomass den Partnern als Netzwerk und Plattform für den Informationsaustausch. So seien Daten zu ausgewählten Demonstrationsvorhaben aufbereitet und allen Partnern zugänglich gemacht worden. (az)
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