Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) begrüßt, dass Bundesumweltminister Peter Altmaier das EEG mit Augenmaß überarbeiten will. Eine mögliche Quotenregelung lehnt der BEE vehement ab.

BEE-Präsident Dietmar Schütz zeigte sich heute in Berlin erleichtert, dass Altmeier den Forderungen der FDP nach einer umgehenden Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ein Absage erteilt hat. Dafür äußerte er an anderer Stelle Kritik: „Ein Quotensystem für erneuerbare Energien ist keine zukunftsweisende Lösung", sagte er.

Damit reagierte Schütz auf Überlegungen des Ministers, der am gestrigen Donnerstag angekündigt hatte, bei der von ihm geplanten Überarbeitung des EEG, "grundsätzliche Fragen, die im Hinblick auf Quotenlösungen diskutiert werden", zu berücksichtigen. 

Die Einspeisevergütung im deutschen EEG sei zur Förderung der erneuerbaren Energien besser geeignet als Quotensysteme, sagte ein Sprecher des Branchenverbands zu agrarzeitung.de. Dabei verwies er auf Erfahrungen in europäischen Staaten wie Großbritannien, die ein Quotensystem anwenden. Dort habe sich  gezeigt, dass der Ausbau der regenerativen Energien langsamer vorankomme und insgesamt teuerer sei als in Ländern mit dem Modell der Einspeisevergütung.   

Zudem kritisierte der BEE an den von Altmaier vorgestellten Plänen fehlende Ansätze für die Bereiche Wärme und Mobilität.  Dies sei unverständlich, da beide unverzichtbare Bestandteile einer umfassenden Energiewende seien. (sch)



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