Bioenergiebranche sieht nationale Potenziale

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Die Bioenergiebranche arbeitet an ihrem öffentlichen Ansehen. Dies wurde beim 1. Symposium für Bioenergie und Nachhaltigkeit deutlich, welches der Bundesverband Bioenergie (BBE) gemeinsam mit dem Kieler Landwirtschaftsministerium an der Kieler Förde veranstaltete. Protagonisten der Branche wie Helmut Lamp (MdB) als Vorsitzender des Vorstandes des BBE oder auch Johannes Lackmann vom Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie unterstrichen in ihren Referaten die nationalen Potenziale für diesen Wachstumssektor. Innerhalb einer Generation habe sich der mengenmäßige Ertrag auf seinen Flächen verdoppelt, so Lamp, der auch in Zukunft eine ähnliche Entwicklung erwartet.

Lamp wie Lackmann traten der herrschenden Diskussion um eine mangelnde soziale Verträglichkeit der Biokraftstoffproduktion in der Dritten Welt entgegen. „Von uns aus könnten die Palmölimporte von heute auf morgen gestoppt werden“, so Lamp. In der Diskussion „Tank oder Teller“ habe der Biotreibstoff den Schwarzen Peter, beim Anbau von Tabak, Kaffee oder Tee werde dieser Einwand nicht geäußert. Zudem zeige sich, dass die Agrarwirtschaft in den Händen derjenigen liegen werde, die einen Zugriff auf die Energie haben. Deshalb sei gerade in den Entwicklungsländern die Energiefrage zu führen. (Ps)

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