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Eine neue Lobby-Organisation soll in Österreich für eine differenzierte Betrachtungsweise bei Biotreibstoffen sorgen. Die "Initiative Bioethanol" ist von dem Landwirtschafts- und Umweltministerium, dem börsenotierten Zuckerkonzern Agrana, der Raiffeisen-Gruppe und der Interessenvereinigung "Die Rübenbauern" gegründet worden. Sprecher ist der ehemalige EU-Agrarkommissar Franz Fischler, berichtet das Wiener Agrarinformationszentrum. Im Gegensatz zu Biodiesel könne der Rohstoffbedarf bei Bioethanol vollständig aus Österreich und somit aus nachhaltiger Landwirtschaft gedeckt werden, so Fischler. Zu einer Konkurrenz mit der Nahrungsmittelversorgung oder zu Preissteigerungen bei agrarischen Rohstoffen käme es nicht. Alleine die Exportmenge Österreichs sei höher als der Bedarf für das heimische Bioethanol-Werk im niederösterreichischen Pischelsdorf, rechnet Fischler vor. Es müsse künftig auf eine entsprechende Lagerhaltung geachtet werden, damit auch bei kurzfristig stark gestiegenen Getreidepreisen zu einem wettbewerbsfähigen Preis produziert werden könne. (ED)
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