In Europa erfreuen sich kontrolliert ökologisch erzeugte Lebensmittel weiter wachsender Beliebtheit. Nur in wenigen Ländern schlägt die Rezession zu Buche.

In den Niederlanden und Italien haben die Verbraucher im vorigen Jahr 6 Prozent mehr Geld für Bio-Lebensmittel ausgegeben, erwartet die Agrarmarkt-Informationsgesellschaft (AMI), die in Zusamenarbeit mit dem Forschungsinstitu für Biologischen Landbau (Fibl) die Daten auswertet. In Frankreich konnte die 4-Mrd.-Euro-Marke übersprungen werden.

Allerdings sind die europäischen Daten aus dem Jahr 2012 zur Naturkostfachmesse Biofach, die heute in Nürnberg öffnet, noch nicht vollständig. Daher beruht der innereuropäische Vergleich auf den Daten von 2011. Damals legte der Umsatz mit Öko-Lebensmitteln europaweit um 9 Prozent zu und Deutschlands Öko-Markt bewegte sich in der selben Größenordnung. Das meiste Geld je Einwohner gaben die Schweizer mit 177 € aus, gefolgt von Dänen mit 162 € und Österreichern mit 127 €. Deutschland blieb mit Pro-Kopf-Ausgaben für Öko-Produkte in Höhe von 81 € dennoch größter Öko-Absatzmarkt der EU mit 6,6 Mrd. €.

Die Wirtschaftskrise schlug 2011 in Großbritannien und Irland auf den Öko-Markt durch und ließ die Verkaufszahlen sinken. (brs)
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