1

Das dynamische Wachstum des Öko-Marktes wollen die traditionellen Öko-Unternehmen begleiten, sehen sich aber mit dem konventionellen Lebensmitteleinzelhandel als Partner konfrontiert. „Wir Gründer wollen den Markt nicht anderen überlassen“, sagte Dr. Achim Mayr von der Ulrich Walter GmbH bei der Biofach-Messe in Nürnberg. Dazu müssten Öko-Unternehmer aber ihre Einzelkämpfermentalität ablegen, rät er. Die Vielzahl und Vielfalt der Unternehmen und der Ideen sei eine Stärke der Branche, wertet Joseph Wilhelm, Rapunzel Naturkost AG. Denn Vielfalt bürge für Stabilität, wie man in der Natur beobachten könne.

Als ihre Unternehmensstrategie für die Zukunft beschreiben Wilhelm und Mayr vor allem die Glaubwürdigkeit gegenüber den Kunden. Transparente Produktionswege, die den Verbraucher mit dem Landwirt in Verbindung bringen, wie bei www.bio-mit-gesicht.de seien eine gute Möglichkeit. Allerdings setze die Imagepflege äußerst aktive Kundeninformation voraus, um den Verbrauchern die Unterschiede deutlich zu machen. Dennoch glaubt Mayr nicht, dass für Kunden, die Öko-Waren kaufen, der Preis langfristig eine wichtige Rolle spielen wird. (brs)

stats