In der ökologischen Landwirtschaft in Deutschland verlieren die Anbauverbände an Bedeutung. Dennoch können sie mit ihren individuellen Profil punkten. Öko-Bauern in Deutschland können allein nach EU-Norm wirtschaften oder sich einem von derzeit neun Verbänden anschließen. Das Segment der EU-Bio-Betriebe wächst seit Jahren stetig und erzielte im vergangenen Jahr einen Flächenzuwachs um 4 Prozent, wogegen die der Flächenzuwachs der Verbände sich nur auf 1,5 Prozent belief. Jetzt werden noch 68,5 Prozent der Öko-Fläche in Deutschland nach Verbandsrichtlinien bewirtschaftet. Die durchschnittliche Größe verbandsgebundener Betriebe ist mit knapp 59 ha ungefähr doppelt so groß wie die von EU-Bio-Betrieben mit knapp 29 ha.

Bioland als Marke des Anbauverbands Bioland ist nach einer Umfrage von TNS Emnid die bekannteste Bio-Marke in Deutschland. Mitte Dezember 2011 hatte eine repräsentative Umfrage ergeben, dass 81 Prozent der Befragten Bioland kennen. Damit liegt der Bekanntheitsgrad von Bioland noch vor dem deutschen Bio-Siegel, freut sich der Verband.
 Der Demeter-Verband, der für biologisch-dynamische Landwirtschaft steht, wurde in der Emnid-Studie  von 84 Prozent zum glaubwürdigsten Verband gekürt. Das spiegelt sich nach Ansicht des Verbands im Kaufverhalten der anspruchsvollen Kundschaft: Die Demeter-Umsätze wuchsen stärker als die Gesamtbranche, nämlich um 12 Prozent. (brs)
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