Die geplante Übernahme der Aktienmehrheit an der Deutschen Biogas AG ist geplatzt. Die KTG Energie AG schaut sich nach Alternativen um.

Dr. Thomas Berger, Vorstandsvorsitzender der KTG Energie AG, teilt am Donnerstagabend mit, dass die Deutsche Biogas AG und ihr Mehrheitsaktionär Horst Lammers Unterlagen nicht fristgerecht dargelegt und die Verhandlungen „unvermittelt" abgebrochen hätten. „Wir bedauern, dass die Transaktion nicht vollzogen werden kann", kommentiert Berger.

Die DTB Deutsche Biogas AG nannte in einer Unternehmensmitteilung als Grund für den Abbruch der Verhandlungen, dass bei den Gesprächen über den Kaufvertrag in wesentlichen Punkten keine Einigung erzielt werden konnte. Man würde sich nun weiteren Möglichkeiten des strategischen Wachstums zuwenden.

Für die KTG Energie böten sich jedoch „genügend alternative Akquisitionsmöglichkeiten", so Berger. Das Tochterunternehmen der KTG Agrar AG befindet sich nach eigenen Angaben "in fortgeschrittenen Gesprächen über den Kauf mehrerer Biogasanlagen mit einer Gesamtkapazität von bis zu zehn MW".

Womöglich noch vor Jahresfrist könne sich ein neuer Deal ergeben, sagte ein Unternehmensprecher auf Anfrage von agrarzeitung.de. Als regionalen Fokus für Übernahmen im Biogasbereich nannte der Sprecher Ostdeutschland.

Der geplante Deal zwischen KTG und Deutscher Biogas AG war Ende September bekannt gegeben worden. (db/pio)
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