Die geplanten Kürzungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) entfachen erneut die Debatte um die Biogaserzeugung. Anlagenbetreiber fürchten Imageschaden. Mit Unverständnis reagiert der Präsident des Fachverbandes Biogas, Josef Pellmeyer, auf die Kritik des Deutschen Bauernverbandes (DBV) an der Förderung großer Biogasanlagen. Er sieht die Gefahr, dass sich Banken und Investoren aus den Investitionen in Biogasanlagen zurück ziehen könnten. „Nach nicht mal elf Wochen und ohne erkennbare Wirkungen des gerade novellierten EEG bereits grundlegende Änderungen an den Vergütungen zu fordern, halten wir für grundlegend falsch", so Pellmeyer. Auch die vom DBV monierte Wettbewerbsverzerrung zwischen der Energie- und Nahrungsmittelproduktion will der Fachverband nicht gelten lassen. Biogasanlagen seien ideale Ventile, um Überproduktion oder Missernten auf den Agrarmärkten abzupuffern, so Pellmeyer. Für den Verbandspräsidenten stabilisieren sie damit das Einkommen der Landwirtschaft.

Der DBV hatte in der vergangenen Woche in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel Kürzungen bei der Biogasförderung im EEG angemahnt. Kommende Woche soll der Bundestag eine erneute Novelle des EEG mit Einschnitten bei der Solarförderung  verabschieden. Erst zum Januar 2012 trat ein überarbeitetes EEG in Kraft. (sta)
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