Biogasstrom direkt vermarkten


Die Next Kraftwerke GmbH verkauft Strom aus Biogasanlagen der Agricapital-Gruppe. Zusätzliche Erlöse bieten Anreize.

Der Kölner Strommarktdienstleister Next Kraftwerke GmbH vermarktet Strom aus dem Biogasanlagenportfolio von Agricapital. Genutzt wird das Direktvermarktungsmodell des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) 2012 an der Strombörse. Somit werde der von den Biogas-Blockheizkraftwerken produzierte Strom nicht mehr über das EEG-Vergütungsmodell vom jeweiligen Netzbetreiber aufgenommen, sondern über das Marktprämienmodell des EEG 2012 verkauft.

In einem ersten Schritt wurden den Angaben zufolge bereits zu Jahresbeginn 2012 etwa 20 Biogasanlagen von Agricapital in den Next-Pool, das virtuelle Kraftwerk von Next Kraftwerke, aufgenommen. Die insgesamt vermarktete Leistung beträgt laut Next Kraftwerke jetzt mehr als 40 Megawatt (MW).

Da sich Agricapital mit dem Wechsel ins Marktprämienmodell auch aus dem Doppelvermarktungsverbot für Grünstrom befreit habe, würden die Biogasanlagen zukünftig auch für den Regelenergiemarkt zur Verfügung stehen. Somit könnten beide Partner dort zusätzliche Erlöse erzielen.

„Wir sehen in der Direktvermarktung den richtigen Schritt, um eine bedarfsgerechte Stromerzeugung zu fördern und die erneuerbaren Energien in den Strommarkt zu integrieren. Biogasanlagen sind dafür prädestiniert", so Otto Eichhorn, Geschäftsführer von Agricapital. Jochen Schwill, Co-Geschäftsführer von Next Kraftwerke, sieht in der Entscheidung von Agri Capital ein Signal an die gesamte Biogasbranche: „Wir erwarten, dass sich der Trend zur Direktvermarktung und insbesondere zur bedarfsgerechten Einspeisung von Biogasstrom weiter fortsetzen wird." (Sz)
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